Barrierefrei

von

Frau mit einem Schall über ihren Augen

Es sind viele Menschen mit Einschränkungen im Internet unterwegs.

Gesetzlich ist eine sog. barrierefreie Website in der Barrierefreien Informtionstechnik-Verordnung (BITV) zusammengefasst. Neben dem Bund hat sich auch W3C mit diesem Thema ausführlich beschäftigt und die Web Accessibility Initiative (WAI) ins Leben gerufen, die sog. Web Content Accessibility Guidelines 2.0 herausgegeben hat.

Blinde und sehbehinderte Menschen

Blinde und sehbehinderte Menschen können sich die Texte auf Webseiten von einer Software „Screenreader“ vorlesen lassen. Zu den bekanntesten kostenlosen Programmen zählt NVDA. Dieser Software wandelt Inhalte einer Website in Sprache um oder in Blindenschrift (Braille-Zeilen).

Es geht aber nicht nur darum, sich alles vorlesen zu lassen, was sich gerade auf dem Bildschirm befindet. Der Behinderte muss auch komplexe Interaktionen mit dem Rechner ausführen können. Er muss Optionen umstellen, Menüs bedienen, zwischen Anwendungen wechseln und Eingaben machen. Zu beachten ist, dass graphische Oberflächen nie dazu gedacht waren, von Blinden bedient zu werden.

Die sehbehinderten Menschen, die noch sehen können, lassen sich die Darstellung der Website-Inhalte mit der Software „Screen-Magnifier“ so groß darstellen, dass sie sie lesen können.   

Motorisch eingeschränkte Besucher

Hier handelt es sich um Menschen, die z. B. an der Parkinson Krankheit leiden. Sie können die Maus oft nicht benutzen und arbeiten daher vorzugsweise mit der Tastatur.

Hörbehinderte Nutzer

Die Anpassung einer Website an Hörbehinderte ist recht simple. Da viele Website keine Klänge einsetzen, ist eine spezielle Anpassung nicht nötig. Sollten Sie aber Sprachausgaben auf Ihrer Website vorsehen, müssen Sie einen Text mit einer entsprechenden Erläuterung integrieren.

Was ist zu beachten?

  • Textreihenfolge einhalten
  • Logische Tags und Schriftformatierungen (cite-Tag für Zitate, caption-Tag für Tabellenüberschrift, font-size in „em“ und nicht in „pt“)
  • Alt-Attribut für Bilder nutzen
  • Handlungen wie einem Klick mit sinnvollen und hilfreichen Text versehen. Bei einem Link zu der Startseite, schreiben Sie das auch so hin
  • PDF-Datei sollten möglichst auch als normaler Text oder HTML-Seite hinterlegt sein
  • Verzichten Sie möglichst auf „imagemaps“, da Sie zum Klick die Mouse benötigen. Für motorischen eingeschränkte Personen sowie Sehbehinderte ein Problem.
  • Verzichten Sie auf unnötig belastende Animationen, da Sehbehinderte sie schlecht erfassen können. Abgesehen davon, fällt es auch einem „normalen“ Besucher schon schwer, Texte auf einer Seite zu lesen, auf der sich ständig etwas bewegt oder blinkt.
  • Beim Video können Sie eine reine Text-Version, in der alles beschrieben ist, anbieten, falls Sie auf den Aufwand verzichten wollen, eine synchronisierte Videobeschreibung zu erstellen.

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